Der Verein

Ökologisch Jagen im Saarland (ÖJiS) e.V. – DER moderne und aktive ÖJV im Saarland!

Der Verein „Ökologisch Jagen im Saarland“ wurde am 04.07.2011 in Saarbrücken gegründet und bekennt sich als zweitgrößter Jagdverband im Saarland zu den Zielen des ÖJV-Deutschland (Ökologischer Jagdverband e.V.). In diesem Zusammenhang möchten wir Kenntnisse vermitteln, die zur Ausübung einer zeitgemäß ausgerichteten Jagd erforderlich sind.

Jagd bedeutet für uns, Wild aus vernünftigem Grund und handwerklich möglichst perfekt und tierschutzgerecht zu erlegen und zu verwerten.

Ein vernünftiger Grund für das erlegen von Tieren ist für uns die Verwertung des Tieres und die Abwehr von Schäden. Verwertung bedeutet neben der Nutzung des Wildbrets auch die Verwendung von Bälgen. Selbstverständlich wollen auch wir die Erhaltung eines gesunden, der Natur und der Landeskultur angepassten Wildbestandes. Dabei sind die neuesten Erkenntnisse von Ökosystem- und Wildtierforschung zu berücksichtigen.

Wir lehnen ganz entschieden einen Wildbestand ab, der seiner Umwelt und damit seinem Lebensraum schadet und der für das Wild selbst immensen Stress bedeutet. „Trophäenernte“ und möglichst viel „Wildanblick“ in den Revieren sind keine Legitimation die teils langfristige Schädigung von Wald und Feld hinzunehmen. Hier endet die Freiheit des Einzelnen, und somit auch des Jägers und der Jägerin dort, wo die Rechte, hier insbesondere die Eigentumsrechte Anderer tangiert werden.

Dass ohne massive Bejagung von Raubwild Tierarten wie Hase, Rebhuhn und Fasan keine Überlebenschance haben, können wir nicht nachvollziehen. Populationseinbrüche dieser Tierarten sind vor allem durch Veränderungen des Lebensraumes bedingt. Jagdmethoden wie Baujagd und die Fangjagd (von Ausnahmen abgesehen) sehen wir höchst kritisch.

Jagd ist für uns Handwerk. Eine gute Ausrüstung und jagdliche Fähigkeiten, wie beispielsweise die Schießfertigkeit, sind für uns ein absolutes Muss. Traditionen, die den Jäger als etwas Besonderes herausstellen, wie bestimmte Formen des jagdlichen Brauchtums sehen wir als nicht mehr zeitgemäß an. Bürger und Bürgerinnen sollen uns genauso respektieren, so wie wir das Recht der nicht jagenden Bevölkerung auf Nutzung der Landschaft zum Zwecke der Erholung anerkennen.

Tierschutzgerecht ist für uns eine durch einen vernünftigen Grund legitimierte Jagd, die die Tiere, denen wir nachstellen und auch die Tiere, die wir als Jagdhelfer einsetzen, so wenig wie möglich physisch und psychisch belastet. In diesem Zusammenhang von Waidgerechtigkeit zu sprechen, halten wir für unzutreffend. Waidgerecht jagen impliziert immer noch antiquierte ethische Aspekte. Wir wollen nur die Tierarten bejagen, deren Bejagung Sinn macht.

Wir sind der Auffassung, dass die Jagd von der Bevölkerung auch weiterhin Akzeptanz findet, wenn sie Rechte, wie die der Grundbesitzer, Landwirte, der Forstwirtschaft, der Erholungssuchenden Bevölkerung aber auch den Tierschutz ausreichend berücksichtigt.